Netlabel afmusic

Oder doch eher Digital-Label, da ich unseren Künstlern durchaus ein Einkommen zum Auskommen ermöglichen möchte? Aber wie oder was ist jetzt eigentlich ein Netlabel – dazu vielleicht ein Zitat aus der Wikipedia.

Als Netlabel werden selbstorganisierte, nicht kommerzielle Do-It-Yourself-Projekte von Musikern und Musikliebhabern bezeichnet, die in aufbereiteter Form in einem Labelkontext ihre oder die von Freunden produzierte Musik über das Internet zur Verfügung stellen. Netlabels dienen dabei sowohl als Vertriebsweg als auch als Marketinginstrument zur Promotion der Künstler.

Netlabels bieten in aller Regel so genannte “freie Musik” an. Freie Musik steht unter einer freien Lizenz, ist GEMA-frei und kostenlos. Der Vertrieb der Musik ist frei von finanziellen Gewinnabsichten. Die angebotenen Musikdateien werden allgemein auch als Netaudio bezeichnet, wobei der Begriff sehr weit gefasst ist und auch für andere freie Musikdateien im Internet Verwendung findet.

Und meine Auffassung ist, daß afmusic durchaus als Netlabel zu bezeichnen ist. Denn eines ist so sicher, wie bestimmte Dinge, die in der Kirche passieren (Amen!) – uns, also mir und meinen Partnern, geht es in erster Linie um die Musik. Darum, daß diese verteilt und gehört wird und Fans findet. Genau mit diesem Anspruch startete schon im Jahr 2003 unser Webradioprojekt darkerradio. Und all diese Erfahrungen und das technische Wissen, hat es ermöglicht, hier dies zu tun, was wir tun:

Qualitativ hochwertige Musik an den Mann oder die Frau zu bringen.

Und da nun nach all:my:faults und dem Nebenprojekt [avoid the debris] der erste Labelsampler entstand und demnächst eine Veröffentlichung von Split Seconds zu erwarten ist, wir gemeinsam mit XenoBiotic am Ultra Dark Radio Sampler Vol. 3 arbeiten und noch jede Menge mehr in diesem Jahr vorhaben, denke ich, daß wir uns zurecht als eines der ersten deutschen Netlabels für Gothic, Darkwave, Industrial und Dark-Electro bezeichnen dürfen.

Denn noch ist die Netlabel-Szene dominiert von elektronischer Musik. Klassik oder Volksmusik findet online so gut wie gar nicht statt. Ebenso wenig düstere Gitarrenklänge, denn auch im Alternativbereich sind entsprechende Labels mehr als nur rar gesät. Das dies aber funktionieren kann, zeigen die von mir im Rahmen des Free Music Charts Konzeptes entstandenen Sampler. Auch diese haben wir nun hier auf der Seite mit in der Übersicht, um zu zeigen, was in dem Bereich machbar ist.

Und so finden sich bei den mit unserer Hilfe realisierten kostenfreien Downloads Namen wie Hungry Lucy, Thora, Inkubus Sukkubus, T3CHN0PH0B1A, Bel Auburn, Drop A Line oder Reebosound. Und wer diese Bands und die Idee frei verfügbarer Musik unterstützen möchte, findet dazu hier vielfältige Möglichkeiten. Weitertragen, News schreiben, Foreneinträge posten, MySpace-Bulletins verfassen, last.fm-Widgets auf Webseiten einbinden oder den einen oder anderen Euro an uns herantragen – all das hilft, damit auch wir die nächsten Jahre noch Musik veröffentlichen können.

Und wer sich jetzt fragt “Und was ist mit CDs?” – für den werden wir die Antwort hoffentlich auch noch dieses Jahr geben können. Obwohl dieses Medium mehr und mehr an Bedeutung verliert, so werden wir es sicherlich nicht außen vor lassen.

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